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ODP - Ozone Depletion Potential (Ozonabbaupotential)

ODP - Ozone Depletion Potential von Kältemittel neu

Begriffserklärung:

ODP - Ozon Depletion Potential - (Ozonzerstörungspotential) ist ein einheitenloser Wert und ermöglicht die Darstellung des Umweltschädigungspotential von Kältemitteln in Relation zu einem Referenzstoff. Der Referenzstoff ist das Kältemittel R11 mit dem ODP - Wert von 1 (100%). 

 

Bezeichnung ODP - Wert Lebensdauer
FCKW R11 1 50 Jahre
FCKW R12 1 100 Jahre
H-FCKW R22 0,055 15 Jahre
 H-FKW R134a 0 -
NH3 R744 0 -

 

Abbau der Ozonschicht:

1974 veröffentlichen die Chemiker Frank Sherwood Rowland und Mario ­Molina die Hypothese, das Chlor in der Erdathmosphäre für die Zerstörung von Ozon verantwortlich ist. FCKW, die Abkürzung für Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Vor 30 Jahren wurde dieses Gas in großen Mengen zum Beispiel als Treibmittel für Spraydosen, als Lösemittel, als Kältemittel und zur Kunststoffverschäumung verwendet.  Die Stoffe bleiben über Jahrzehnte und zum Teil Jahrhunderte in der Atmosphäre und führen dort zum Abbau der Ozonschicht. Auch weitere Stoffe, wie bestimmte Feuerlöschmittel (Halone), bauen die Ozonschicht ab. Daneben haben FCKW und Halone auch ein hohes Treibhauspotenzial (GWP) und tragen damit zur Erderwärmung bei. Durch die lange Lebensdauer der FCKW´s können diese sich in der gesamten Athmosphäre verteilen und steigen nach ca 7 - 10 Jahren in die Ozonschicht. Hier erst werden FCKW´s durch energiereiche Sonnenstrahlung aufgespalten. Das freiwerdenende Chlor reagiert sofort mit Ozon. Ein Chloratom kann zudem bis zu 100000 Ozonmoleküle zerstören, da es katalytisch wirkt. 

Der Ozonabbau ist also eine chemische Reaktion, die zudem nur in tiefen Temperaturen von ca. -60 bis - 70°C stattfindet. Die Bedingung finden wir vorwiegend an den Erdpolen wie z.B. der Antarktis. Der Grund für das sogenannte "Ozonloch".

Am 16. September 1987 unterzeichnen 24 Staaten und die Europäische Gemeinschaft das Montrealer ­Protokoll. Die Vertragsparteien verpflichten sich zu ­konkreten Reduktionsschritten bei der Herstellung und ­Verwendung ozonabbauender Stoffe.

Das Montrealer Protokoll tritt am 1. Januar 1989 in Kraft. Alle 197 UN-Staaten sind dem Protokoll beigetreten.

 

Fazit:

Das Montreal Protokoll fürhte zu einem Rückgang und Ausstieg in der Nutzung von FCKW - haltigen Stoffen. Der schnelle Ausstieg der beigetretenen Länder hatte den positiven Nebeneffekt nach Alternativlösungen zu suchen. Weil die später intensiv als Alternativen vermarkteten HFKW noch nicht ­verfügbar waren, etablierten sich in einigen ­Anwendungen halogenfreie (natürliche) Stoffe, die auch nicht wieder verdrängt wurden.

 

 

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