Allgemeines zur Kälte
04. März 2021

Der Kälteanlagenbauer

Mechatroniker(in) für Kältetechnik

Der Kälteanlagenbauer / Mechatroniker(in) für Kältetechnik

 

 

Bis 2010 hieß es noch „Kälteanlagenbauer“ heute ist die offizielle Bezeichnung „Mechatroniker und Mechatronikerinnen für Kältetechnik“, wir bleiben zur Vereinfachung beim Kälteanlagenbauer.

Der Kälteanlagenbauer befasst sich mit der Berechnung, Projektierung, Montage, Wartung und Instandhaltung einfacher bis höchst komplexe Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen. Hierbei wird grob in den Branchen Industriekälte, Gastronomie- und Gewerbekälte sowie Klimatisierung und Lüftung unterschieden.

 

Kälte ist allgegenwärtig

Die Tätigkeitsgebiete eines Kälteanlagenbauers sind sehr vielseitig und umfassend. Transportkälte, Lebensmittelverarbeitung, Fischfang, Landwirtschaft, Bäckerei, Fleischverarbeitung und Schlachtbetriebe, Pharmaindustrie, Supermärkte, Brauerei, Petrochemie mit den notwendigen Kühlhäusern und Produktionsstrecken sind heutzutage ohne fachkundige Kälteanlagenbauer nicht mehr vorstellbar.

Neben der Kältetechnik fällt auch die Klimatisierung und Luftreinhaltung von Hotels, Büroräumen, Krankenhäusern, Rechenzentren und Fertigungsbetrieben in das Aufgabengeiet eines Kälte- und Klimatechniker.

Die Zukunft der Heiztechnik steht auch unter dem Stern des Kälteanlagenbauers in Form der Wärmepumpen. Denn eine Wärmepumpe ist eine klassische Kälteanlage, man dreht einfach erklärt nur die Klimaanlage um. Der Kälteerzeugende Teil der Anlage wird außerhalb und der wärmeerzeugende Teil innerhalb des Gebäudes montiert.

Im Zuge des Pariser Klimaabkommen, welches am 04.11.2016 in Kraft getreten ist, soll unsere Zukunft ohne fossile Brennstoffe auskommen. Was bleibt ist Strom und somit Kälte- Klimaanlagen und Wärmepumpen.

 

Die Ausbildung

An dieser Stelle möchten wir richtigerweise die offizielle Bezeichnung „Mechatroniker/in für Kältetechnik“ verwenden. Es ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit einer Lehrzeit von 3 ½ Jahren und wird im Handwerk und in der Industrie angeboten. Es ist eine duale Ausbildung was bedeutet das die Lehre Inner- und überbetrieblich stattfindet. In der Regel findet die praktische Ausbildung vorrangig beim Kunden vor Ort statt.

Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Ein Kälteanlagenbauer ist ein Rohrleger, Elektriker, Maschinenbauer und Programmierer in einem. Nach der Ausbildung kann man sich je nach persönlicher Affinität auf das eine oder andere konzentrieren, die Möglichkeiten sind schier unendlich.

 

Der Kälteanlagen Meister

Mit der erfolgreich bestandenen Gesellenprüfung steht der Weiterbildung zum Kälteanlagenbaumeister nichts im Wege. Die Weiterbildung kann als Vollzeit, auf Abendschule neben der Arbeit oder als Wochenblöcke im Wechsel stattfinden. Dementsprechend dauert die Ausbildung zwischen 1-2 Jahre. Der Meister findet im Handwerk und somit in der tatsächlichen Umsetzung und Erstellung von Kälteanlagen eher sein zu Hause als z.B. in der Industrie.

Der Meister hat die Verantwortung für die betriebliche Ausbildung der Lehrlinge, organisiert die pragmatischen Arbeitsabläufe und leitet die Fachkräfte im Tagesgeschäft.

 

Der Kälteanlagen Techniker

Auch der Techniker setzt eine abgeschlossene einschlägige Ausbildung voraus. Die Ausbildung zum Techniker erfolgt meist in einem zweijährigen Studium. Seine Hauptaufgabe besteht in der Planung und Projektierung von Kälte- und Klimaanlagen. Er kalkuliert die Kosten für die notwendigen Bauteile und Umsetzung bis zur Fertigstellung. Er begleitet als Abwickler die termin- und entwurfsgerechte Ausführung.  Auch die Entwicklung neuer Anlagen und Systeme gehört zum Aufgabenfeld des Kältetechnikers.

Die korrekte Berufsbezeichnung nennt sich: „Staatlich geprüfte(r) Kälte-Klimasystem-Techniker(in)“.

 

Die Kältetechnik führt seit Jahren den Fachkräftemangel an.

Neben einer sehr interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeit steht der Kälteanlagenbauer mit seiner Berufswahl ganz oben auf der Fachkräftemange Liste. Hierbei ist es unabhängig, ob es die praktische Anwendung beim Kunden oder die theoretische Arbeit im Büro betrifft. Dementsprechend ist auch die Entlohnung. Da die Kältetechnik in ihrer Anwendung sehr komplex ist, sind die entsprechenden Fachkräfte wirkliche Experten in ihrem Branchenbereich. Und Experten werden immer sehr gut bezahlt.

 

Für weitere und ausführliche Informationen verweisen wir gerne auf den: Bildungsatlas „Kälte-, Klima- und Wärmepumpentechnik“. Hier finden sie alle Informationen zu den jeweiligen Ausbildungen, Schulen und Förderungen.

 

 

 

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